BESSERE KLIMABILANZ LANGLEBIGER BIO-KÜHE

Für unser Klima ebenfalls belastend ist die kürzere Lebensdauer der Hochleistungskühe. Gehen wir davon aus, dass viele dieser Kühe nicht einmal 5 Jahre alt sind, wenn sieaus der Herde ausgeschieden werden, bedeutet das: Jede dieser Kühe gibt die Hälfte ihres Lebens gar keine Milch[1]. Sie atmet also 4 Jahre Methan aus und gibt in nur 2 davon Milch. Die langlebigeren Bio-Kühe kommen auf ein Verhältnis von 6:4 oder 8:6. Dieses Verhältnis ist deshalb so wichtig, weil jede Kuh im Falle ihres Ausscheidens aus der Herde ersetzt werden muss. Das heißt: Eine Turbokuh kann zwar während ihres kurzen Lebens doppelt so viel Milch pro Jahr geben wie eine langlebigere Bio-Kuh. Da aber gut zwei Jahre vergehen, bis aus einem Kalb eine Kuh wird, muss neben jeder Hochleistungskuh parallel eine Nachfolgerin aufgezogen werden.

 

Während also für eine Herde kurzlebiger Hochleistungskühe eine ebenso große Ersatzherde von Jungtieren mitgefüttert werden muss, benötigt man bei den langlebigen Bio-Kühen ein wesentlich kleineres „Ersatzteam“. Das kleinere Ersatzteam für die Wiesenmilchkühe wiederum schont das Klima durch weniger ausgeatmetes Methan und weniger Ressourcenbindung[2].

 

Das Punktesystem in der Maßnahme 6 „Leben“ ist sehr ambitioniert und zeugt von der Wichtigkeit dieses Bereiches bei der Erzeugung der Bio-Wiesenmilch.

 

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[1] Kühe geben in der Regel mit mehr als zwei Jahren das erste Mal Milch
[2] Vgl Anita Idel: Die Kuh ist kein Klimakiller, S 67

Bio Austria Biowiesenmilch
Bio Austria Biowiesenmilch - Achtsam leben