GRUNDSÄTZLICHES ZUM LEBEN VON MILCHKÜHEN

Kühe sind landwirtschaftliche Nutztiere. Sie werden von der Bäuerin oder dem Bauern mit Futter versorgt, in Ställen vor schlechter Witterung geschützt und gepflegt. Im Gegenzug dafür geben sie regelmäßig Milch als wertvolles Nahrungsmittel für uns Menschen. Je nach Veranlagung, Gesundheit, Alter und Futterqualität gibt eine Kuh eine gewisse Menge Milch pro Tag beziehungsweise pro Milchleistungsperiode (Laktationsperiode[1]) oder bezogen auf ihr ganzes Leben, ihre Lebensleistung. Jungtiere geben die ersten beiden Jahre ihres Lebens noch keine Milch. In der Regel werden Milchkühe mit 19 Monaten erstmals befruchtet und bringen nach neun Monaten – also mit rund zweieinhalb Jahren - ihr erstes Kalb zur Welt. Nun beginnt die Kuh, Milch zu geben.

 

 

 

Durch gezielte Züchtung steigerte sich die Milchmenge unserer Kühe immer weiter, mit weitreichenden Folgen: Je höher ihre Leistung, desto mehr Energie in Form von Getreide und Eiweißpflanzen (Kraftfutter) benötigen sie zusätzlich zum Wiesenfutter. Gleichzeitig steigt ihre Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Burn-out[2]. Nach zwei bis drei Kälbern verlassen die meisten der „Hochleistungsarbeiterinnen“ schon im Alter von vier bis fünf Jahren den Stall Richtung Schlachthof.

 

> Bio-Kühe leben länger

 

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[1] Bei Milchkühen ist dies der Zeitraum zwischen der Geburt eine Kalbes und dem Versiegen
der Milch (Trockenstellen), in der Regel 305 Tage nach dem das Kalb geboren wurde.
[2] Vgl. Anita Idel, Die Kuh ist kein Klimakiller, S66

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Bio Austria Biowiesenmilch - Achtsam leben